Backen macht glücklich

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„Ein Leben ohne backen kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Kathrin Runge lachend. Die Journalistin mag es süß und experimentiert auch mit gesunden Rezepten. Mehrmals die Woche wirbelt sie in ihrer Küche, um in ihrem Blog „Die Glücksbäckerei“ regelmäßig Köstlichkeiten zu präsentieren. Hier verschmelzen ebenso wie bei „Brehl backt!“ die private mit der beruflichen Leidenschaft – wie sich zeigt, eine erstklassige Kombination.

backenmachtgluecklich

Wie ein guter Hefeteig gelingt, lernte Kathrin Runge bereits in Kindertagen von ihrer Großmutter. Die Lust am Backen entdeckte die Journalistin während des Studiums wieder. „Auch heute noch schätze ich das Backen als einen tollen Ausgleich von kopflastiger Arbeit. Wenn ich Zutaten abwiege, Teig knete und mir neue Rezepte überlege, kann ich wunderbar abschalten.“ Vor fast zwei Jahren startete sie mit ihrem Blog, doch nicht immer lief und läuft alles nach Plan…

Der Kuchen vom Mars

Selbst nach jahrelanger Erfahrung geht hin und wieder auch bei der Glücksbäckerin etwas schief – was mich persönlich beruhigt. „Meine Rezepte kreiere ich selber, denn sie sollen spannend und neu sein. Doch nicht jedes Experiment gelingt.“

In ihr erstes Sauerteigbrot investierte sie mehrere Tage Arbeit, doch das Ergebnis war sauer, glitschig und ging nicht auf. „Das war im doppelten Wortsinn echt bitter.“ Ebenso verwandelte sich ein Zimt-Schokoladen-Kuchen in ein grünes und extrem stinkendes Etwas, was sogleich entsorgt werden musste. Das Natron hatte mit den anderen Zutaten unerwünscht reagiert.

Auch die Backunfälle und Schwierigkeiten wie beispielsweise beim Zubereiten von trendigen Cake-Pops thematisiert sie in ihrem Blog. Damit vermeidet sie die Illusion der heilen Welt, wie sie Koch- oder Backmagazine gerne erzeugen: Hier gelingt alles immer und jedem. So mancher Leser mag dies als Druck empfinden, wenn scheinbar nur ihm Fehler unterlaufen. Doch wenn ein Rezept so gar nicht zündet, backt es Runge auch nicht noch einmal. Schließlich sollen so wenig Lebensmittel wie möglich in der Tonne enden.

Darüber hinaus hat sie noch viele weitere Back-Ideen auf Lager, weswegen sie gescheiterten Versuchen kaum nachtrauert. Immer wieder aufs Neue ist sie fasziniert, was aus „profanen“ Zutaten wie Butter und Mehl, die beide kaum oder gar keinen Eigengeschmack besitzen, für Köstlichkeiten zaubern lassen. Und das Gute: Dank ihrer Erfahrung und ihrem Backwissen gelingen auch neue Rezepte oft auf Anhieb. Wahrscheinlich geht dann mehr in meiner Küche schief, denn ich brauche hin und wieder doch einige Versuche.

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Kategorie: Augen & Ohren

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