Bitte verzeiht mir, Radieschen

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Rund und knackig sahen sie aus, als ich die Radieschen zusammen mit einem Kopfsalat in meinem Saisongarten geerntet habe. Die Vorfreude auf den knackigen Salat hielt leider nicht lange, denn: Ich habe einen Fehler gemacht und viele Radieschen sind ungenießbar.

trockene Radieschen

Zur Freude der Erdflöhe saßen die Radieschen zu lange auf dem Trockenen. Erstmals sind auch Blätter gelb. Eine Woche später regnete es mehrere Tage durch; zu spät für die erste Radieschen-Generation.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

In den letzten Wochen gab es immer wieder Perioden, in denen es tagelang oder zumindest in meinen Augen stark genug geregnet hatte. Die Radieschen schienen sich prächtig zu entwickeln, nachdem ich sie in der Reihe kontinuierlich vereinzelt hatte. Wie es aussieht, habe ich mich vom Pflanzenwachstum und der Optik aus Unwissenheit blenden lassen.

Radieschen auf dem Trockenen

Die ersten geernteten Radieschen waren rund, groß, knackig und äußerst delikat. Ideal als Zutat in einem gemischten Salat oder in Scheiben auf dem Frühstücksbrot. Wie es sich aber nun herausstellt, sind nun etliche Radieschen ungenießbar, weil zu trocken. Da ich sie nicht zu spät ernte, muss es am mangelnden Gießen gelegen haben. Es fehlte Wasser, um knackiges Gemüse hervorzubringen.

Ein weiteres Indiz für meinen Fehler war die Tatsache, dass sich die Erdflöhe in der Radieschen-Reihe pudelwohl fühlten. Die mögen es am liebsten trocken und regelmäßiges Gießen lässt sie das Weite suchen. Die Hoffnung ruht nun auf der von mir neu gesäten Reihe mit Eiszapfenradieschen. Die freuten sich in der letzten Woche über jede Menge Regen.

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Kategorie: Bio? Logisch!, Regionalkiste | Schlagwörter:

3 Kommentare

  1. Lieber Jens,

    das kann ich gut nachvollziehen. Wir haben ja dieses Jahr auch, sagen wir mal, unseren “Wirtschaftsgarten” und ganz ehrlich wir müssen jeden Tag auf Schneckenjagt gehen. Besonders wenn es geregnet hat und dabei warm blieb. Letzten Montag habe ich exakt 2 Schalen voll Schnecken aufgesammelt. Die kleinen “Mampfer” erlegen so brav alle jungen Triebe! Als Aussicht! Kräftige Triebe gehen sie nicht mehr so an! Also geniessen wir unseren eigenen Salat, die Radieschen und und und! Und am besten mit einem leckeren selbstgebackenen Olivenbrot!
    Herzlichst Thomas

      

  2. Hallo Thomas,

    ja, die lieben Schnecken. Den einen oder anderen Salatkopf haben sie mir auch weggemampft (http://www.brehl-backt.de/der-salat-war-lecker/). Aber es blieb noch genug für mich übrig…

    Anfang der Woche hatte ich ein paar Kartoffelkäfer-Maden entdeckt und …ähem… entsorgt. Man muss halt wirklich schauen und so stärkt sich bei mir der Respekt vor der ökologischen Landwirtschaft.

    Und ja, natürlich schmecken die Salate und das Gemüse aus dem eigenen Garten am besten. Dazu passt auch das Kartoffelbrot: http://www.brehl-backt.de/kartoffelbrot/

      

  3. Lieber Jens,

    für mich war so spannend zu erkennen, dass das was wir in Größe, Qualität und Aussehen im Handel bekommen nicht der Realität entspricht. Sondern die Natur prägt in ihrem Zusammenspiel mit Boden, Klima, Tiere, Flora den “Output” an Gemüse, Obst etc.
    Wir haben rund 20 Rote Beete, ohne jegliche Spezialbehandlung, als kleine Pflänzen ausgebracht. Davon sind grad mal 3 in einem “stabilen” Zustand. Mir wird immer mehr klar, dass ökologischer Anbau, nichts mit der klassischen Ackerwirtschaft zu tun hat. Aber für unser Gleichgewicht ganz wichtig!

    Herzlichst Thomas

    P.S. Dein Rezept des Kartoffelbrotes haben wir schon ausprobiert; schmeckt echt lecker. Gerade die “leichten Brote” zur Sommerzeit schmecken toll zu Salaten oder auch mit Kräuterpestos.

      

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