Eintauchen in die Welt von Slow Food…

| Keine Kommentare | Druckversion Druckversion | E-Mail E-Mail

…konnten am gestrigen Abend die rund 20 Teilnehmer des Erlebnisvortrags von Christof Gensler im Café Chaos an der Hochschule Fulda. Der Biolandwirt aus Poppenhausen leitet das Slow Food Convivium Fulda und regte nicht nur zur Diskussion an, sondern versorgte die Gäste auch mit Kostproben regionaler Bio-Lebensmittel.

gensler-brehl-backt

Biolandwirt Christof Gensler sichtlich in seinem Element, links neben ihm Bernadette Holler-Glißner.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

Slow Food ist eine internationale Bewegung, die für Genuss und gute Lebensmittel aus der Region steht. Statt eines Vortrags entschied sich am gestrigen Abend Christof Gensler für ein gelebtes Convivium. So versammelten sich die Teilnehmer an einer Tafelrunde, genossen Brot, Käse, Apfelsaft und andere Leckereien aus regionalem biologischen Anbau und diskutierten über die unterschiedlichen Ansichten von Qualität.

Herkunft und Entstehung von Lebensmitteln entscheidend

Für Gensler ist beim Qualitätsbegriff im Falle von Lebensmitteln entscheidend, wo sie herkommen und wie sie hergestellt werden. Attribute wie Frische ergeben sich seiner Ansicht nach automatisch, wenn saisonal Produkte auch in der jeweiligen Region Abnehmer finden. Schließlich sind hier die Transportwege dann am kürzesten.

Doch es gab auch warnende Worte: „Die Gier nach billigen Lebensmitteln richtet in der Natur viel Schaden an, denn es geht oft um den maximalen Profit zu jedem Preis“, sagte Gensler und führte weiter aus: „Ich kann mich beim Essen doch nicht gut fühlen, wenn ich weiß, unter welchen teilweise katastrophalen Bedingungen meine Nahrung hergestellt wird.“ Als Gegenentwurf existieren die ökologische Landwirtschaft und Konsumenten, die Freude an den dadurch erzeugten Produkten haben und dies auch honorieren – wie auch die globale Slow Food Bewegung.

gensler-brehl-backt2


Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

Für einige Teilnehmer der Runde standen selbst produzierte Lebensmittel und frisch zubereitete Speisen ebenfalls im Mittelpunkt: Gemüse aus dem eigenen Garten und die selbst gekochte Marmelade. „Selbermachen ist ein wichtiger Schritt, sich darüber Gedanken zu machen was man isst. Dann kann man Lebensmittel wieder wertschätzen“, sagte Bernadette Holler-Glißner, die gemeinsam mit Gensler das Slow Food Convivium Fulda leitet. Schließlich könne man so die unterschiedlichen Arbeitsschritte erfahren, die es beispielsweise braucht, um ein handwerkliches Brot zu backen.

Eingeladen zur Veranstaltung hatte das Slow Food Campus Convivium der Hochschule Fulda. Auf dessen Internetseite gibt es weiterführende Informationen zu regelmäßigen Veranstaltungen und Aktionen.

Der Beitrag hat Ihnen gefallen? Sie können dafür bezahlen und damit unabhängigen Journalismus fördern!
Kontoverbindung
Paypal

 

 

Kategorie: Bio? Logisch!, Regionalkiste | Schlagwörter:

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.