Stadtgärtnern in Fulda – die nächste Stufe

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Für den gestrigen Mittwoch lud Yvonne Winter, Inhaberin des Planungsbüros „gartissimo“, zum Gartenstammtisch in das Fuldaer Umweltzentrum ein. Vor vier Jahren ist aus einem solchen Treffen das Stadtgartenprojekt „Zeppelingärten“ hervorgegangen. Die Anwesenden informierten sich über den aktuellen Stand und gemeinsam wurden Ideen ausgetauscht, wie man das Stadtgärtnern – auch als „Urban Gardening“ bezeichnet – weiterentwickeln könne.

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Yvonne Winter (stehend) lud die Teilnehmer ein, ihrer Fantasie in Bezug auf Stadtgärtnern in Fulda freien Lauf zu lassen.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

„Mit dem erfolgreichen Projekt der Zeppelingärtner ist Urban Gardening 1.0 in Fulda erfolgreich abgeschlossen“, begrüßte Yvonne Winter die 13 Gäste der Diskussionsrunde. Seit nunmehr zwei Jahren bauen die Zeppelingärtner gemeinsam in einem Teil des ehemaligen Apothekergartens des Umweltzentrums Gemüse in bester Bio-Qualität an. Winter sammelte Ideen, wie man das Projekt weiterentwickeln könne. Dabei ging es an dem Abend nicht darum, konkrete Vorhaben zu planen, sondern eher gemeinsame Visionen zu finden.

Beste Voraussetzungen für Stadtgärtnern in Fulda

Wie sich zeigte, hatten einige Teilnehmer zwar einen eigenen Garten, aber oftmals zu wenig Zeit ihn zu bewirtschaften. Gemeinsames Gärtnern und Ernten fand daher durchaus Anklang. „Im Gegenzug zu Großstädten, in denen man jeden Quadratzentimeter Boden abringen muss, gibt es in Fulda noch viele freie Flächen, die bewirtschaftet werden können“, sagte Volker Strauch, Geschäftsführer des Umweltzentrums.

Noch sei allerdings das Stadtgärtnern in Fulda weitgehend unbekannt und es kristallisierte sich heraus, dass sich die Anwesenden konkrete Mitmach-Projekte wünschten, wie den gemeinsamen Bau eines Hochbeets und dergleichen. So könne man in der Praxis Erfahrungen auch für den eigenen Garten sammeln und gleichzeitig die Gemeinschaft der Fuldaer Stadtgärtner näher kennen lernen. Als Wunsch zeigte sich ein öffentlich einsehbarer „Aktionskalender“.

Dialog der Kulturen im Garten

Das Thema Flüchtlinge beherrscht seit Wochen die Medien und beschäftigt auch die Fuldaer Bürger. Einen Dialog zwischen Einheimischen, Flüchtlingen und Asylanten wäre durch das gemeinsame Gärtnern möglich. Auf diese Weise könne nicht nur Vorbehalte abgebaut werden, sondern – wie eine Teilnehmerin sagte – echte Inklusion stattfinden.

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