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Ausgezeichnetes ökologisches Engagement

Während Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Bio-Landwirt und Vorsitzender des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), von Bundespräsident Joachim Gauck das Verdienstkreuz am Bande verliehen wurde, nahm Peter Linz, Leiter des Fuldaer antonius Hofs, von der Hessischen Landesregierung den Preis „Tierschutz in der Landwirtschaft“ entgegen.

Seit rund 25 Jahren engagiert sich Felix Löwenstein für die ökologische Lebensmittelwirtschaft. Sein Hofgut Habitzheim wirtschaftet seit 1992 nach Naturland-Richtlinien. Löwenstein war zudem 16 Jahre lang Mitglied im Naturland-Präsidium und prägte den Öko-Verband in dieser Zeit durch eine ganze Reihe richtungsweisender Entscheidungen maßgeblich mit. Für sein Engagement wurde ihm das Verdienstkreuz am bande, umgangssprachlich auch „Bundesverdienstkreuz“ genannt, verliehen.

„Ich freue mich über die Auszeichnung“, sagt Löwenstein. „Sie macht klar, dass es bei ökologischer Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung nicht darum geht, eine Marktnische zu bedienen, sondern eine Leistung zu erbringen, die der gesamten Gesellschaft nützt. Die Auszeichnung gilt deshalb den vielen Menschen, die sich für einen zukunftsträchtigen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen.“

Sauwohl statt saumäßig

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Staatssekretärin Dr. Tappeser (Mitte) gratuliert Peter Linz vom antonius Hof (rechts).
Bild: Peter Augustin

Am vergangenen Mittwoch nahm Peter Linz, Leiter des antonius Hofs, auf dem Hofgut Oberfeld in Darmstadt von Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser den Preis „Tierschutz in der Landwirtschaft“ entgegen. Ausschlaggebend für die Erstplatzierung sind der besonders tiergerechte Ferkelstall und die Ferkelaufzucht mit freiem Abferkeln und Säugezeit in der Sauengruppe.

„In der allgemeinen Diskussion zum Thema Tierwohl in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung geht manchmal unter, dass sehr viele Landwirte und Landwirtinnen schon seit Jahren im Verborgenen daran arbeiten, mehr Tierwohl in die betrieblichen Abläufe zu integrieren“, sagte Tappeser bei der Preisverleihung.

Den zweiten Platz teilen sich der Karlshof in Roßdorf für seine luftigen, hellen, weiträumigen eingestreuten Ställe für 300 Milchkühe und 270 Rinder und das Hofgut Oberfeld in Darmstadt für seine muttergebundene Kälberaufzucht in ihrem Milchviehbetrieb mit 40 Kühen.

„Die heute ausgezeichneten Betriebe verdeutlichen, dass ein tiergerechter Umgang mit Nutztieren auch im ganz eigenen Interesse der Landwirte und Landwirtinnen ist. Es muss nicht immer alles über Gesetze, Verordnungen und Verbote geschehen. Das finde ich sehr erfreulich und hoffnungsvoll“, so Tappeser weiter.