Das Geschäft mit dem Acker

| Keine Kommentare | Druckversion Druckversion | E-Mail E-Mail

Ein weiterer Schwenk bringt den Zuschauer nach Rumänien, denn auch hier erwerben internationale Investoren große Flächen. Teils lagen diese vorher brach. Traditionelle landwirtschaftliche Betriebe haben das Nachsehen. Doch die Filmemacher sprechen nicht nur mit den Opfern, sondern auch mit den Investoren und so erfährt man auch deren Motivationen.

Der Hunger in der Welt ist hausgemacht

Wenn wir an die Ernährung der Weltbevölkerung denken, dann sehen wir meist gigantische Frachtschiffe voller Weizenkörner vor uns, wie ein weiterer Protagonist des Films, Agrarwissenschaftler und Bio-Landwirt Felix zu Löwenstein sagt. Er erinnert jedoch daran, dass gerade Kleinbauern mit ihren traditionellen Anbaumethoden 70 Prozent unserer globalen Lebensmittel produzieren. Löwenstein liefert nicht nur im Film wertvolle Hintergrundinformationen, sondern hat kürzlich sein Buch „Es ist genug da. Für alle. Wenn wir den Hunger bekämpfen, nicht die Natur“ veröffentlicht.

Doch auch die Politik der EU setzt mit ihren Förderprogrammen falsche Anreize und es fehlt derzeit noch der politische Wille, Lebensmittel-Importe denen Landraub, Umweltverschmutzungen und soziale Probleme vorausgegangen sind, zu verbieten. Kein Wunder, denn auch europäische Konzerne und Banken sind schon längst ins Geschäft eingestiegen.

[youtube url=“https://www.youtube.com/watch?v=EA5Mf0MZrXY“]

Gerade in Zeiten von Flüchtlingswellen und -katastrophen sollte ein großes Interesse bestehen, weltweit funktionierende regionale und ökologisch nachhaltige Wirtschaftskreisläufe zu etablieren. Vielleicht gelingt es „Landraub – Die globale Jagd nach Ackerland“ Konsumenten und Wähler wachzurütteln. Die Zeit ist auf jeden Fall reif.

Der Beitrag hat Ihnen gefallen? Sie können dafür bezahlen und damit unabhängigen Journalismus fördern!
Kontoverbindung
Kontoinhaber: Jens Brehl
IBAN: DE56430609676016706401
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Brehl backt
Bank: GLS Bank
Paypal

 

Kategorie: Augen & Ohren | Schlagwörter:

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.