Das neue Dorf: Lokale Visionen für globale Herausforderungen

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Ebenso wirft er streitbare Aussagen in den Raum, ohne näher auf sie einzugehen: „Eine chinesische Umweltwissenschaftlerin sagte mir zu elektromagnetischen Feldern vor einigen Jahren am Rande einer Konferenz sinngemäß: ‚Früher wurden durch Mikrowellen Kinder abgetrieben, heute wird damit telefoniert.‘“ Otterpohl führt keine weiteren Belege für diese Behauptung ins Feld und was die Ausführung im Zusammenhang mit seinem neuen Dorf soll, bleibt auch rätselhaft. Als Leiter des Instituts für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz an der Technischen Universität Hamburg ist er als Buchautor erschreckend nachlässig, was Quellenangaben betrifft.

Der fast schon missionarische Eifer zwischen den Zeilen ist der Leidenschaft des Autors geschuldet. Sein Wunsch die Welt in sozialer und ökologischer Sicht zu verbessern ist deutlich ausgeprägt und authentisch.

Verpasste Chance

Mit einer klaren Struktur wäre sein Konzept des neuen Dorfes viel deutlicher und verständlicher im Buch geworden. Würde der Autor mehr konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, anstatt nebulöse Aussagen zu treffen oder sprunghaft die Themen zu wechseln, hätte sein Werk enorm profitiert. Leider hat auch an dieser Stelle das Lektorat des oekom verlags in weiten Teilen versagt.

Was bleibt ist eine starke und wichtige Vision, die in einzelnen Abschnitten immer mal wieder aufblitzt. Allerdings findet sich ähnliche Inspiration auch an andere Stelle, die 20 Euro für „Das neue Dorf“ muss man nicht ausgeben.

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Kategorie: Augen & Ohren

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