Der Rettich hat es nötig

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Vergangenen Donnerstag überreichte Lebensmittelhändler tegut eine Spende in Höhe von 17.700 Euro für die ökologische Gemüsezüchtung an Kultursaat. Das Geld wird hauptsächlich in die Entwicklung einer neuen und samenfesten Sorte beim Sommerrettich fließen – denn vor allem der Rettich hat es nötig.

Gemeinsame Ziele: Michael Fleck von Kultursaat (links) und Robert Schweininger, Einkaufsleiter bei tegut.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

„Im Erwerbsanbau gibt es bei Rettich fast ausschließlich Hybrid-Saatgut“, erklärte Michael Fleck, Vorstand von Kultursaat. Der gemeinnützige Verein fördert die unabhängige Saatgutforschung mit dem Ziel neue, freie und vor allem samenfeste Sorten dem Ökolandbau verfügbar zu machen. Landwirte sind somit potentiell unabhängiger von Unternehmen wie Bayer und BASF, deren Saatgut auch in der ökologischen Landwirtschaft zum Einsatz kommt.

Damit dies auch in Sachen Rettich möglich ist, fließt in diesem Jahr die Spende in die Zucht einer neuen Sorte Sommerrettich. Diese wird aktuell entwickelt und stünde hoffentlich in den nächsten Jahren für den Erwerbsanbau bereit.

Zucht, Anbau, Handel

Bereits seit Jahren engagiert sich der Lebensmittelhändler tegut für ökologisch erzeugtes Saatgut und samenfeste Sorten. Die jährliche und traditionell auf der Biofach überreichte Spende an Kulturssat stammt aus dem Verkauf von Bingenheimer Saatgut. Somit fließt ein Teil der Erlöse in die Saatgutforschung.

„Doch bei der Zucht soll es nicht bleiben, die Sorten müssen auch angebaut werden und in den Handel gelangen“, sagte Thorsten Heil, Bereichsleiter Einkauf Obst und Gemüse. Vertragslandwirte bauen für tegut besondere und samenfeste Sorten an, wie den Hokaidokürbis „Red Kuri“, die Rote Bete „Robuschka“ oder die Pastinake „Aromata“ und mehr. Auch die Aktion „Zukunft säen“ hatte es schon in den tegut Saisongarten geschafft.

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