Essen gegen unseren Verstand

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Lebensmittel bewusst kaufen

Auch ohne Marketing-Tricks ist es schwer, bewusst die individuell richtigen Lebensmittel zu kaufen. Obwohl laut Franz die Lebensmittelkennzeichnung in Deutschland relativ gut sei, gäbe es einige Lücken. „Bei verarbeiteten Lebensmittel ist nicht ersichtlich, aus welcher Tierhaltungsform die Zutat Ei stammt. Veganer stehen vor dem Problem, dass Zutaten tierischer Herkunft bei Verarbeitungshilfsstoffen nicht als tierischen Ursprungs gekennzeichnet werden müssen. Der Vitamin D-Zusatz kann aus Wollfett gewonnen sein.“ Auch die Flut an Siegeln sorgt eher für Verwirrung als Klarheit.

Selbst wer alle Aspekte bewusst bedenkt, fühlt sich mitunter überfordert. Kaufe ich im Winter den Bio-Apfel aus der Region, der im Kühlhaus gelagert wurde oder sein Pendant aus Neuseeland? Wo ist der ökologische Fußabdruck am geringer? In der Diskussion Chia- oder Leinsamen, die beide wertvolle pflanzliche Omega-3-Fettsäuren enthalten, machte Franz ein klare Aussage: „Lassen Sie Chia-Samen im Regal stehen und greifen sie lieber zum heimischen Produkt.“

Obst und Gemüse sind sexy

Unterbewusste Reize werden beim Kauf immer eine Rolle spielen. Ströbele-Benschop sprach sich dafür aus, Obst und Gemüse ebenso sexy zu bewerben. Zudem könne die Politik mittels Subventionen und Steuern gesunde Lebensmittel vergünstigen und ungesunde verteuern.

Bei aller Diskussion um gesunde Lebensmittel, sprachen sich alle für den bewussten Genuss von kleinen Sünden aus. Sich etwas krampfhaft zu verbieten führe eher zu Frust und Essattacken. Entscheidend ist eben immer noch die Menge.

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Kategorie: Bio? Logisch!

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