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Flotte Käfer und junges Gemüse

Während sich die Schnecken wohl ein wenig zurückgezogen haben, warnte Stefanie Krecek die Saisongärtner vor Kartoffelkäfern. Daher machte ich mich auf die Suche nach unerwünschten Eindringlingen und konnte nebenher auch schon die erste Ernte einfahren. „Flotte Käfer und junges Gemüse, wenn das nicht passt“, denke ich mir und muss lachen.

Wöchentlich erhalten wir Saisongärtner von Stefanie Krecek, Koordinatorin der tegut… Saisongärten, wichtige Hinweise. Der Aufruf nach Kartoffelkäfern zu suchen, alarmierte mich, hatten die Schnecken doch zuvor in meiner Parzelle ja schon mehrere Köpfe Salat vertilgt.

Die Jagd beginnt

Letzte Woche Donnerstag drehte ich auf der Suche nach den Kartoffelkäfern und deren Ei-Ablage die Blätter meiner Kartoffelpflanzen um. Zum Glück hatten wir per E-Mail Fotos erhalten, damit wir den Schädling auch zweifelsfrei identifizieren können. Ich fand lediglich eine Ei-Ablage, die ich (schweren Herzens) zerquetschte. Beim gestrigen Kontrollgang war im wahrsten Sinne des Wortes alles im grünen Bereich. Mittlerweile erreichte uns auch ein dickes Lob: „Das Absammeln der Kartoffelkäfer zeigt Wirkung, ich habe heute keine Käfer gesehen. Weiter so“, schrieb Krecek.

Suche nach Kartoffelkäfer

Keine Kartoffelkäfer in Sicht!
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0 [1]

Guten Appetit: Die erste Ernte

In den vergangenen Tagen konnte ich bereits reichlich ernten: In meiner Parzelle ist die ganze Reihe der vorgepflanzten Radieschen aufgegangen. Da diese dicht beieinander sitzen, musste ich die Reihe ausdünnen. Anders ausgedrückt hieß das ernten und essen. Vereinzelt sind auch die Eiszapfen-Radieschen aufgegangen, die ich selber gesät habe. Hier habe ich noch mal eine ganze Reihe angelegt und hoffe darauf, dass der Samen auch aufgeht.

Daneben konnte ich mir schon zwei Salatköpfe schmecken lassen, wobei ich mir die verwunderten Gesichter der Schnecken vorgestellt und über beide Backen gegrinst habe. Dann wissen die wie das ist, wenn plötzlich ein Salatkopf verschwindet! Ebenso habe ich den Spinat schon größtenteils abgeerntet, was ja geschehen soll, bevor er blüht. Einmal habe ich ihn zum Überbacken von Gnocchis genutzt und einmal in der Pfanne als Gemüse zubereitet – lecker!

Eiszapfen-Radieschen

Zwei Eiszapfen-Radieschen konnte ich ernten.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0 [1]

Ärgernis dreckiges Gartenwerkzeug und teilweise bestätigte Skepsis

Bei aller Freude am Gärtnern ärgert es mich mittlerweile, wenn uns kostenfrei zur Verfügung gestelltes Werkzeug nach Gebrauch dreckig zurück in die Kiste gelegt wird. Leider gibt es Gärtner-Kollegen, die anscheinend zu bequem sind, Harken, Schaufeln & Co. mit der Drahtbürste zu reinigen. Ob sie mit dem eigenen Werkzeug ebenso umgehen würden?

Bereits seit Jahren hatte ich schon mit einer Saisongarten-Parzelle geliebäugelt. Ich war jedoch skeptisch, ob der von tegut veranschlagte Zeitaufwand von etwa zwei Stunden die Woche ausreicht. In diesem Punkt war die Skepsis berechtigt. Bisher verbringe ich wöchentlich deutlich mehr als zwei Stunden im Saisongarten: Beikraut entfernen, harken, Kontrollgänge, (nach-)säen, ernten etc. Das große Aber: Auch den zeitlichen Mehraufwand konnte ich bislang sehr gut in meine Arbeitswoche integrieren. Zudem empfinde ich das Gärtnern als entspannend und auch als erdend. Ich möchte es nicht mehr missen!