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Für den perfekten Start als Selbstversorger

Es gibt viele Gründe, seine Lebensmittel selbst zu produzieren: Frische, Spaß am Gärtnern, Lebensmittelskandale oder um das System Supermarkt mit seiner einkalkulierten Verschwendung zu umgehen. Damit der Einstieg gelingt, geben Miriam und Peter Wohlleben in ihrem Buch „Meine kleine Farm“ ihre Erfahrungen als jahrelange Selbstversorger weiter.

„Selber Energie und Lebensmittel zu erzeugen ist wie Geld drucken – macht aber glücklicher“, sagte mir Agraringenieur Reinhold Poier in einem Kurzinterview. Seitdem ich aktiver Stadtgärtner im tegut… Saisongarten [1], aber auch im Zeppelingarten [2] bin, kann ich das Glücksgefühl nachvollziehen. Egal aus welchen Gründen, viele Menschen möchten wieder selber Lebensmittel produzieren.

Was und wie viel möchte ich?

Meine-kleine-Farm-brehl-backtBereits seit 25 Jahren sind Miriam und Peter Wohlleben Selbstversorger und geben ihre Erfahrungen weiter, damit der Start auch bei Neulingen glückt.

Bevor man in aller Euphorie kopflos startet, gilt es etliche Fragen zu klären: Welche Flächen sind verfügbar und wofür sind sie geeignet? Wie viel Zeit möchte ich pro Tag investieren? Wie viel Obst und Gemüse möchte ich anbauen? Möchte ich auch Eier, Honig, Fleisch und Milch produzieren? Wie sieht es mit Getreide aus? Wieso sollte ich auf samenfestes Saatgut [3] achten? Auf welche gesetzlichen Vorschriften muss ich achten? Wie bekomme ich meine Wünsche effektiv unter einen Hut? Und ganz wichtig: Wie hoch soll der Grad der Selbstversorgung sein? Auf diese Fragen und noch viel mehr geht das Autorenteam ein und zeigt auf, welche Vorgehensweisen bei ihnen bestens funktionieren.

Von der Ernte bis zum Vorrat

Je länger man einen Boden ökologisch bewirtschaftet, umso lebendiger wird er. Nach und nach fallen dann immer größere Ernten an – vorausgesetzt, man achtet auf eine Fruchtfolge. Neben einer handvoll ausgewählter Lieblingsrezepten widmen sich die Autoren auch dem Haltbarmachen und der Vorratshaltung. Schließlich gibt es während der Saison immer wieder „Erntewellen“ in Form von Salat- oder Zucchinischwemmen. Vom Einkochen, Kellerlagerung bis hin zum Herstellen von eigenem Obstwein reicht die Palette an Verwendungsmöglichkeiten.

Für Stadtgärtner, Selbstversorger und Hobbyfarmer

Das Autorenduo gibt zahlreiche Tipps und viele Anleitungen – schließlich kann das Ehepaar auf den jahrelangen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Dabei haben sie ihr Buch so aufgebaut, dass sich jeder herauspicken kann, was seinen Wünschen und Möglichkeiten entspricht. Daher ist das Nachschlagewerk für Stadtgärtner, Selbstversorger und Hobbyfarmer bestens geeignet, um sich einen guten Überblick zu verschaffen.

Dabei haben die Autoren auf einen lockeren Schreibstil gesetzt und stehen auch offen zu Misserfolgen. Das macht Mut, denn eines steht von Beginn an fest: Es wird nie alles nach Plan funktionieren. „Meine kleine Farm“ macht auf jeden Fall Lust, die ersten Schritte als Selbstversorger zu gehen. Aber Vorsicht: Wer erntefrisches Gemüse aus dem eigenen Garten genossen hat, kauft nur noch ungern im Supermarkt ein.