Mein Sommer im Saisongarten

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Reiche Ernte trotz Schnecken, Kartoffelkäfer, Wühlmäuse & Co.

Obwohl sich die Schnecken einige meiner Salatköpfe schmecken ließen, eine Reihe Radieschen auf dem Kompost landete, sich Kartoffelkäfer ausbreiten wollten und durch anhaltenden Regen alle Tomaten verfaulten, habe ich eine reiche Ernte einfahren können. Besonders habe ich mich über Kartoffeln, Mangold, Spinat, Mais, Zwiebeln, Lauch, Kürbisse, und Karotten gefreut. Im Sommer 2014 habe ich so viel Gemüse genossen, wie schon lange nicht mehr. Ein mir unbekannter Mitgärtner verschenkte beispielsweise eine Zucchini, die über fünf Kilo schwer war und kaum in meinen Kühlschrank passte. Eine Woche habe ich davon gegessen und auch leckeren Zucchinikuchen gebacken. Trotz der Größe war sie herrlich zart.

Was die Frische angeht, bin ich nun verwöhnt. Gemüse, welches kurz vor dem Essen noch auf dem Acker stand, schmeckt unbeschreiblich lecker. Zudem hat es mich gefreut, endlich mal wieder Feldfrüchte zu sehen, welche nicht den fragwürdigen Schönheitsidealen des Lebensmittelhandels entsprechen müssen.

Vorteile der Saisongärten

Gärtnern war noch nie einfacher, denn die Saisongärten bieten mehrere Vorteile: Wenn die Gärtner die Parzellen übernehmen, ist das Gemüse bereits ausgesät. Ein paar Reihen bleiben jedoch frei, die nach eigenen Wünschen genutzt werden können. Sämtliches Werkzeug und auch das Gießwasser sind bereits im Mietpreis enthalten. Nach der Ernte kümmert sich der jeweilige Landwirt um die letzten Arbeiten, um das Feld auf die kalte Jahreszeit und die nächste Saison vorzubereiten. Die vielen Tipps macht es Anfängern wie mir einfach, die Freude am Gärtnern zu entdecken.

Ich persönlich habe es besonders genossen, mich im wahrsten Sinne des Wortes zu erden. Tatsächlich empfand ich die Arbeiten meist als entspannend, besonders wenn im Sommer eine leichte Brise durch die Maisblätter wehte, lauschte ich gerne einige Minuten mit geschlossenen Augen – ein kleiner Urlaub im Alltag.

Allerdings habe ich im Sommer 2014 mehr Stunden in meiner Parzelle verbracht, als tegut… angibt. Meine Skepsis war demnach in diesem Punkt berechtigt. Man muss aber auch bedenken, dass ich aufgrund von mangelnder Erfahrung für manche Arbeiten wohl einfach länger gebraucht habe.

Sollte ich künftig wieder eine Parzelle bewirtschaften, dann suche ich mir einen Mitstreiter. Mitunter war ich in einer Woche beruflich stark eingespannt und hatte demnach ein schlechtes Gewissen, den Saisongarten zu vernachlässigen. Außerdem habe ich mehr Gemüse geerntet, als ich alleine essen kann.

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