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Nachhaltig genießen kann so einfach sein

Wir sind wahre Meister darin uns ungesund zu ernähren und dabei gleichzeitig uns und künftigen Generationen die Lebensgrundlagen zu entziehen. In vielerlei Hinsicht ist unsere Ernährungsweise nicht enkeltauglich: Der massive Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln vergiftet Lebensmittel und das Grundwasser. Durch Monokulturen gehen fruchtbare Böden und die Artenvielfalt verloren. Auch die Massentierhaltung ist eine fragwürdige Praxis, denn meist verkommen hier Lebewesen zur reinen Ware. Das dies alles und noch mehr beim Einkauf zu berücksichtigen klingt kompliziert. Doch mit „Nachhaltig genießen – Rezeptbuch für unsere Zukunft“ zeigen die Autoren Dr. Karl von Koerber und Hubert Hohler auf, wie wir mit Freude und Genuss Gutes für uns und die Umwelt tun können.

Sich nachhaltig zu ernähren scheint schwierig zu sein, wenn wir Umweltaspekte berücksichtigen und sogar die komplette Wirtschaftsweise von Herstellern hinterfragen. Mit dem Rezeptbuch „Nachhaltig genießen“ ermöglichen die beiden Autoren Dr. Karl von Koerber (theoretischer Teil) und Chefkoch Hubert Hohler (Rezepte) einen guten und schmackhaften Einstieg. Doch bei allen harten Fakten, stehen der Genuss und die Freude am Kochen und Backen im Vordergrund. Auf Moralpredigten und den erhobenen Zeigefinger haben die Autoren verzichtet, was die Lust fördert, sich weiter mit guten und gesunden Lebensmitteln zu beschäftigen.

Von grauer Theorie zur schmackhaften Praxis

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Wenn Genuss und Geschmack im Vordergrund stehen, macht nachhaltige Ernährung auch Spaß.

Zunächst gilt es zu definieren was nachhaltig ist, denn der Begriff lässt sich beliebig drehen und wenden. Für die Autoren bedeutet eine nachhaltige Ernährung, dass die Lebensmittel unter ökologischen Gesichtspunkten angebaut werden, möglichst aus der Region stammen und die Gesundheit fördern. Doch darüber hinaus sind ihnen auch soziale Aspekte, wie faire Löhne und artgerechte Tierhaltung wichtig. Ein Schlüssel ist, Lebensmittel wieder wertzuschätzen. Jährlich entsorgen wir im Handel, in der Gastronomie, in Kantinen aber auch in Privathaushalten tonnenweise Lebensmittel „als Abfall“, während ein großer Teil der Weltbevölkerung hungert.

Für den ersten Überblick gibt Koerber Einblicke, welche Vitalstoffe in Lebensmitteln zu finden sind und was eine ausgewogene Ernährung ist. Zudem erklärt er die zahlreichen Bio- und Fair-Trade-Siegel und fügt auch einen Saisonkalender für heimische Obst- und Gemüsesorten bei.

Zahlreiche leckere Rezepte vom Salat, über Hauptgerichte, Desserts bis zu Backwaren laden dazu ein, das Gelesene in die schmackhafte Praxis zu bringen.

Weitere Themen für Brehl backt!

„Nachhaltig genießen“ bringt es in einigen Fällen auf den Punkt, welchen Themen ich mich in diesem Blog tiefer gehend widmen möchte. Neben zahlreichen leckeren Rezepten werden dies regionale Produkte und das Stadtgärtnern sein. Lebensmittel aus der Region zu kaufen liegt nicht nur im Trend, sondern bietet zahlreiche Vorteile: Durch kurze Transportwege können Obst und Gemüse ausgereift geerntet werden. Zudem können Konsumenten leichter erkennen, woher ihre Lebensmittel stammen. Das schafft Vertrauen.

Erste Eindrücke vom Stadtgärtnern konnte ich beim Anlegen des neuen Gemeinschaftsgartens am Umweltzentrum Fulda [1]sammeln.