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Schlemmen auf der Biofach

Wer sich für Biolebensmittel und ökologische Landwirtschaft interessiert, kommt an der jährlichen Biofach-Messe in Nürnberg kaum vorbei. In diesem Jahr habe ich mich in den Messehallen auf die Jagd nach herausragenden Produkten und interessanten Themen für „Brehl backt!“ begeben – und war erfolgreich!

Wer hungrig nach Hause geht, hat etwas falsch gemacht. Denn Naturkosthersteller aus allen Branchen laden an ihren Ständen zur Verkostung ein. Auch ich habe meinen Geschmacksknospen neue Erlebnisse gegönnt und auch zahlreiche Gespräche geführt.

Der Warenkorb ist randvoll

Seit Dezember vergangenen Jahres gibt es die Blog-Rubrik „Warenkorb“ [1], in welcher ich herausragende Bioprodukte vorstelle. Auf der Biofach fand ich einige heiße Kandidaten und so kann ich in den nächsten Wochen weitere Testberichte angehen.

Zudem gab es einen bestimmten Grund, warum ich mich auch mit den Mitarbeitern von Ölmühlen unterhalten habe, den ich allerdings erst in den nächsten Monaten verraten kann.

Bio ist nicht immer ökologisch sinnvoll

Wermutstropfen waren für mich auch in diesem Jahr Biolebensmittel mit viel Verpackung drum herum. Sie sind zwar lecker, vielfach auch gesund, hinterlassen aber jede Menge Müll. Bio ist demnach nicht immer ökologisch sinnvoll. Negativbeispiele sind in meinen Augen die Fruchtsnacks von MOGLi, die nach Demeter zertifiziert sind. Auf der Internetseite schreibt das Unternehmen: „Wir von MOGLi arbeiten für die Vision mit unseren Kindern zur Natur zurückzukehren – mit allem, was wir haben und was uns bewegt.“

Jede Menge Verpackungsmüll für kurzen Genuss.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0 [2]

Auch der Druck jedes Jahr neue Produkte auf den Markt zu bringen, ist für mich an vielen Ecken spürbar, der beispielsweise anhand der 438. Müsli-Mischung ersichtlich ist. Einfach ein paar Gramm andere Früchte hinzufügen, dazu ein tolles Verpackungsdesign, gewürzt mit bestem Marketing-Sprech.

Warum sich eine Fertigmischung für Pfannkuchenteig bestens verkauft, ist sogar dem Hersteller schleierhaft. Kaum etwas ist so einfach und schnell erledigt, als einen solchen Teig in der heimischen Küche frisch zuzubereiten.

Wein, Bier und Backwaren aus meiner Heimat

Besonders gefreut hat mich das Treffen mit Familie Lange vom Privatweingut Schloss Saaleck und auch Gernot Stiebig von der Alsfelder Brauerei, die mittlerweile zu den Vogelsberger Landbrauereien gehört. Auch die Fuldaer herzberger bäckerei war mit einem Stand vertreten. Weingut, Brauerei und Bäckerei stelle ich ausführlich in meinem Buch „Regionale Biolebensmittel – Gesundes und Köstliches aus Fulda, Rhön, Vogelsberg und Nordhessen“ [3] vor.

Zudem traf ich Johannes Gutmann, Gründer des Bio-Kräuterspzezialisten Sonnentor. Seit wir uns vor Jahren auf einer Veranstaltung getroffen haben, stehen wir in lockerem Kontakt. Wer ein aufmunterndes Gespräch sucht, weiter seinem Herzen zu folgen, ist bei ihm genau richtig. Man kann eben nicht nur durch gute Tees Kraft tanken!