Soziale Landwirtschaft für Mensch, Tier und Natur

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diskussionsrunde

Diskutierten mit den Gästen (von links nach rechts): Robert Hermanowski (FiBL), Jan-Martin Griefahn (Antoniushof), Rebecca Kleinheitz (alma) und Peter Linz (Leiter Antoniushof)
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

Rebecca Kleinheitz vom Netzwerk „Arbeitsfeld Landwirtschaft mit allen“ (alma) liegt der durch die Produktion von Lebensmitteln unter sozialen Aspekten geschaffene Mehrwert besonders am Herzen. Ihr war es auch wichtig, dass Mitarbeiter mit Handicap nicht in Watte gepackt werden, sondern dass man ihnen auch etwas zutraut.

Bereits seit Jahren helfen Arbeitskräfte des Antoniushofs auf dem Krofte-Hof in Großenlüder/Müs aus. Bauer Manfred Faust macht hier keinen Unterschied zwischen Mitarbeitern mit und ohne Behinderung und gab einen entscheidenden Hinweis wie er seine Arbeitskräfte motiviert. „Die Freude an der Arbeit kann nur der vermitteln, der sie auch selber lebt.“ Bevor man mit einem Partnerbetrieb kooperieren könne, sei es entscheidend, dass im Vorfeld durch persönlichen Kontakt Vertrauen auf beiden Seiten gewachsen sei, betonte Linz.

Gäste der Diskussionsrunde merkten an, dass der Antoniushof seine besten Mitarbeiter mit Handicap verlieren würde, wenn sie zeitweise oder dauerhaft bei Partnerbetrieben tätig sind. „Es schafft aber auch wieder Möglichkeiten für andere sich weiter zu entwickeln und neue Aufgaben zu übernehmen“, entgegnete Jan-Martin Griefahn vom Antoniushof.

Auf links wird gesät

Saatgut im wahrsten Sinne des Wortes in die eigenen Hände zu nehmen, konnten Besucher im Rahmen der Initiative „Zukunft säen!“. Gemeinsam brachten sie Weizen der Sorte Ataro auf einem nahe gelegenen Acker aus. Zuvor zeigte Herwart Groll wie es geht: Beim Gehen wird jeweils auf den linken Schritt weit ausgeholt und Saatgut geworfen. Auf diese Weise verteilt es sich gleichmäßig. Neben der richtigen Wurftechnik sind dafür auch drei Meter Abstand zum Nebenmann entscheidend. Die Initiative  rief Getreidezüchter Peter Kunz aus der Schweiz als Kritik an der grünen Gentechnik und als Zeichen für Saatgut als Gemeingut ins Leben. „Es gibt es große Schnittmenge zu den tegut… Saisongärten. Es ist ein schönes Erlebnis zu sähen, pflegen und ernten“, erklärte Groll seine Motivation, die Initiative bereits seit Jahren aktiv zu unterstützen.

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