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Von Bienen umschwärmt im Zeppelingarten

Im letzten Jahr hatte ich mir gleich die doppelte Dosis Gemüsegarten gegönnt: Einen Sommer lang bewirtschaftete ich eine eigene Parzelle im tegut Saisongarten. Kurz zuvor hatte ich mich den Zeppelingärtnern angeschlossen, die jeweils einen Gemeinschaftsgarten am Umweltzentrum in Fulda und einen in Horas betreiben. Über meine Erlebnisse im Saisongarten habe ich regelmäßig berichtet und in diesem Jahr möchte ich Einblicke in den Zeppelingarten geben. Hier waren wir Stadtgärtner am letzten Samstag plötzlich umschwärmt von Tausenden Honigbienen.

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Auf dem Bienenstock hat sich eine Traube gebildet.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0 [1]

Die Zeppelingärtner sind eine Gruppe von aktiven Stadtgärtnern, die gemeinsam auf brachliegenden Flächen Gemüse anbauen. Von der Studentin bis zum Rentner und vom Gartenexperten bis zum Schreibtischtäter mit zwei linken Händen (ich) reicht die Palette. Unterstützt werden wir von unseren Honigbienen, die das Gemüse bestäuben und leckeren Honig produzieren.

Aufgeregte Bienen umschwärmen uns

Gerade als ich in einem Beet hackte, ließ mich das lauter werdende Summen innehalten. Kurz darauf schwirrte eine Wolke von Honigbienen durch die Luft, während sich andere in einer Traube auf dem Kasten niederließen. Ein beeindruckendes Schauspiel.

Ein Anruf bei Stefanie, die sich gemeinsam mit Sabine federführend um das Bienenvolk kümmert, brachte Klarheit. Die beiden hatten am Morgen am Bienenstock gearbeitet: Sobald es die Stärke eines Bienenvolkes erlaubt, kann die Drohnenwabe entfernt werden. Dies dient zur frühen Vorsorge vor der Varroamilbe, ein für die Bienen gefährlicher Schädling. Die Milben befallen bevorzugt die Drohnenbrut. „Darüber hinaus haben wir noch Weiselzellen entfernt, damit sich kein Schwarmtrieb bildet“, sagt Sabine. Demnach war es kein Wunder, dass die Bienen aufgeregt waren. Doch schon bald beruhigten sie sich.

Wir Gärtner und die Besucher des Umweltzentrums beobachteten das Treiben und blieben ruhig. Auch die Biene, die auf meinem Arm landete, befolgte meine Bitte und stach mich nicht. Die Bienen selber waren absolut friedlich, sie mussten sich eben ein wenig neu orientieren. Wer aber unbedingt einen schmerzhaften Stich bekommen möchte, sollte möglichst wild herumzappeln oder um sich schlagen.

Gemeinsames Lernen bei den Zeppelingärtnern

Neben frischem und selbst angebautem Biogemüse mitten in der Stadt fasziniert mich das gemeinsame Lernen. Noch im letzten Jahr zögerte ich, mich den Zeppelingärtnern anzuschließen. Mir war unklar, wie ich mich mit meinem überschaubaren handwerklichen Geschick und meinem diffusen Halbwissen einbringen könnte.

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Noch sind die meisten Beete recht leer, aber schon bald gedeiht hier eine Menge Gemüse.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0 [1]

Gerade Mitgärtner Jacques nahm mir schnell die Scheu. „Du kannst nichts falsch machen“, sagt er immer wieder. Geht doch etwas schief, zuckt er mit den Achseln. Ein Jahr später und zusätzlich um die Erfahrungen aus dem tegut Saisongarten [2] reicher, kann ich mir einen Sommer ohne Gemüsegarten schon gar nicht mehr vorstellen. Daher möchte ich in diesem Jahr regelmäßig über meine Erlebnisse im Zeppelingarten berichten.