Wenn mein Teller die Welt verändert

| 2 Kommentare | Druckversion Druckversion | E-Mail E-Mail

Vegan ja oder nein?

Zündstoff für eine teilweise emotional geführte Diskussionen brachte Stina Spiegelberg mit. Seit 2008 lebt sie vegan, betreibt einen der ersten deutschen Blogs zum Thema und berät Naturkosthersteller. Ihr gehe es um ein gesundes Maß und nicht um Dogmen. „Über den Genuss kann man konstruktiv diskutieren.“ So gab Landwirt Werner Hartmann zu bedenken, Grünflächen könnten nur über das Halten von Tieren genutzt werden. Manch ein Teilnehmer vermutete bei veganer Lebensweise einen Vitamin B12-Mangel, den Spiegelberg mit einer entsprechenden Zahncreme vorbeugt. Natürlich soll Essen Spaß und Genuss sein und so gelang es auch auf sachlicher Ebene das eine oder andere Argument auszutauschen.

Die Bloggerin plädierte beim Einkauf zudem dafür, die Preise pro Nährwert und nicht pro Menge zu berücksichtigen. So betrachtet sei ein Vollkorntoast dann günstiger als Weißbrot.

Mit Genuss und Zeit

„Lebensmittel in Nährstoffe zu zerlegen führt zu Ernährungs-Moden“, sagte Dr. Ursula Hudson von Slow Food Deutschland. „Alle zehn Jahre wird eine neue Sau der Ernährungs-Philosophie durchs Dorf getrieben.“ Dennoch hätten wir mit der Art, wie Lebensmittel hergestellt werden die Wahl, ob wir nachfolgenden Generationen einen gesunden Planeten hinterlassen oder nicht. Damit spielte sie auf Monokulturen, zu großen Fleischhunger und Pestiziden im Boden an. Außerdem benötigten gute und fair produzierte Lebensmittel Zeit zum Wachsen und Reifen. Doch Genuss sei kein Luxus und kein elitäres Grundrecht, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung. Er stecke sehr oft im Einfachen.

Zeit für Vernetzung Bild: Jens Brehl CC BY-NC-SA 4.0

Es blieb auch Zeit für intensiven Gedankenaustausch.
Bild: Jens Brehl – CC BY-NC-SA 4.0

Lösungen für eine gesunde Umwelt müssen geteilt werden

Für Soil & More International ist Tobias Brandel in der Welt unterwegs. Vor Ort berät er Landwirte bezüglich ökologischer Wirtschaftsweisen und geht dabei auf kulturelle Eigenarten ein. Die eigene Lebensart könne man nicht überstülpen. Sich mit ökologischer Nachhaltigkeit zu beschäftigen sei kein Trend, sondern eine wichtige unternehmerische Strategie, um auch künftig auf dem Markt bestehen zu können. Zudem sei es keine Checkliste, die man einfach abarbeiten könne, vielmehr müsse man Mitarbeiter begeistern. Statt in Hochglanz-Broschüren Märchen zu erzählen sei es ratsam, ehrlich zuzugeben was man (noch) nicht leisten könne.

Brandel stellte allerdings auch unbequeme Fragen, beispielsweise ob das Ausbringen von Kupfer als Fungizid in der ökologischen Landwirtschaft positiv für die Umwelt sei.

Der Beitrag hat Ihnen gefallen? Sie können dafür bezahlen und damit unabhängigen Journalismus fördern!
Kontoverbindung
Kontoinhaber: Jens Brehl
IBAN: DE56430609676016706401
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: Brehl backt
Bank: GLS Bank
Paypal

 

Kategorie: Regionalkiste | Schlagwörter:

2 Kommentare

  1. Werter Herr Jens Brehl
    Danke schön für Ihre sehr treffenden
    Beiträge zu unserem IG Für…Symposium in Fulda am 11.Nov und 12.Nov 2016.
    Georg Sedlmaier http://www.ig-für.de
    Können Sie meinen Namen noch
    berichtigen.

      

  2. Gerne habe ich noch Ihren Namen korrigiert!

      

Kommentar-Feed (RSS)

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.