Zucht, Anbau und Handel müssen zusammenfinden

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Lukus Nossol, Marketingleiter von Dennree, betonte die Präferenz seines Unternehmens für samenfeste Sorten aus ökologischer Züchtung. Allerdings müsse der Einkauf noch vehementer bei Erzeugern nachfragen und deutlicher Position beziehen. Noch wisse man nicht durchgehend, welche Sorten im Verkaufsregal landen. Produkte müssten durchgängig transparent gekennzeichnet sein, ohne die Kunden mit zu viel Information zu überfordern. 2013 gründete das Unternehmen zudem die Zukunftsstiftung Biomarkt, die sich unter anderem für ökologisches Saatgut einsetzt. So konnte Nossol zum Beginn der Veranstaltung dem Saatgutfonds eine Spende in Höhe von 50.000 Euro übergeben.

Samenfeste Sorten zwischen Aufbruchstimmung und Frust

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Gemüsezüchter Dieter Bauer teilt sein Wissen gerne.
Bild: Stephan Münnich

Gemüsezüchter Dieter Bauer beklagte das teilweise geringe Vertrauen in samenfeste Sorten seitens der Anbauer. Auch in der ökologischen Landwirtschaft kommt Hybrid-Saatgut zum Einsatz, welches unter anderem einen hohen Ertrag, gleichförmige Feldfrüchte und enge Erntezeiträume verspricht. Allerdings müssen Landwirte jedes Jahr aufs Neue Saatgut einkaufen, da es sich nicht vermehren lässt.

„Nie wieder samenfest“, sagte ein Erzeuger von Dennree, wie Lukas Nossol berichtete. Kurzfristig hatte der Landwirt samenfesten Friedemann/Ebner Zuckermais angebaut, da Dennree ihn als Aktion anbieten und damit für samenfeste Sorten werben wollte. Allerdings hatte der Landwirt keine Erfahrung mit der Sorte und setzte die Pflanzen daher zu eng. „Wir haben alle unser Versagen in der Kette studiert und versuchen dadurch als Unternehmen zu lernen“, sagte Nossol.

Tatsächlich nützen Züchtungserfolge wenig, wenn der Handel die Sorten nicht nachfragt und sie dadurch auch nicht auf den Tellern der Kunden landen. Gemüsezüchterin Christina Henatsch machte klar, dass Gärtner bereits Jahrzehnte in Vorleistung gegangen sind, mehr sei nicht möglich. Nun müsse der Handel folgen.

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